ZKM Tagung 2017

Referate: Prof. E. Stern & A. Mansour

Artikel-Nr.: 07000
CHF 70.00

Beschreibung

Referat 1: Intelligenzunterschiede als Herausforderung für Schule und Unterricht

Intelligenz kann als Lernpotenzial verstanden werden, aber der Lernerfolg hängt auch von spezifischen Begabungen und von der Übung ab. Intelligenzunterschiede machen sich nicht in allen Bereichen und bei allen Kompetenzen in gleichem Masse bemerkbar. Wo Intelligenzunterschiede durch vermehrte Übung kompensiert werden können und wo nicht, wird erörtert. Konsequenzen für die schulische Bildung werden diskutiert.

Elsbeth Stern hat Psychologie in Marburg und Hamburg studiert und ist seit Herbst 2006 ordentliche Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich. Dort ist sie verantwortlich für den pädagogischen Teil der Ausbildung angehender Gymnasiallehrerinnen und -lehrer. Als kognitive Psychologin beschäftigt sie sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Lernen von Naturwissenschaften und Mathematik. In mehr als 100 Aufsätzen, davon zahlreiche in hochrangigen internationalen Zeitschriften, sind ihre Forschungsergebnisse veröf- fentlicht. Über die Grenzen der Wissenschaft hinaus ist sie durch Inter- views und Medienbeiträge zu aktuellen Themen der Bildung bekannt, unter anderem auch durch ihre Kritik an der pseudowissenschaftlichen Vermarktung der Neurowissenschaften.

 

Referat 2: Generation Allah – warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen

Die Debatte um den Kampf gegen religiösen Extremismus ist momentan allgegenwärtig. Warum zieht es Jugendliche in den Dschihad? Ist der Islam verantwortlich für den Terror? Und wie können wir uns dem religiösen Extremismus stellen? Bislang stehen Politik, Gesellschaft und besonders die Schulen diesen Fragen hilflos gegenüber. Kein Wunder, denn die Debatten werden falsch geführt, wie der renommierte Psychologe und Islamexperte Ahmad Mansour nachdrücklich zeigt. Ahmad Mansour beantwortet diese Fragen mit beeindruckender Klarheit und Reflexion. Denn keiner kennt wie er beide Seiten. Bevor er den mühsamen Ausstieg schaffte, war er selbst radikaler Islamist.

Ahmad Mansour ist in Berlin als Psychologe tätig und betreut bei der Beratungsstelle Hayat Familien von radikalisierten Jugendlichen. Zudem ist er als Program Director für die European Foundation for Democracy tätig. Darüber hinaus engagiert er sich in zahlreichen Projekten mit Jugendlichen zum Thema Gleichberechtigung und Extremismus. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen und seiner konkreten Präventionsarbeit zeigt er beeindruckend, dass eine Deradikalisierung möglich ist und plädiert für eine Reform des praktizierten Islam.